Chüemettler und Grappenhorn

Am 22. September – bei immer noch sonnigem Wetter – machen wir uns wieder mal auf ins Wängital. Unsere Tour startet in Mittlerwängi, von wo aus wir direkt hinauf zur Alpwirtschaft Ober Bogmen steigen. Weiter geht es nun auf recht gut sichtbarer Wegspur hinauf zum Gleiterspitz und weiter an den Fuss des Chüemettlers. Mehr als 7 Jahre ist es her, seit wir den bereits einmal bestiegen haben. Wir nehmen auch diesmal wieder die Alpin-Route. Wenig Sonne bekommt die im Tagesverlauf ab, und so ist es nicht verwunderlich, dass der Aufstieg feucht und teils etwas rutschig ist. Die meisten anspruchsvollen Passagen meistere ich ohne Hilfe, aber gelegentlich muss mich Paul dann doch noch die eine oder andere Stufe hochheben. Auf dem Chüemettler geniessen wir dann die Sonne, bis andere Wanderer angetrabt kommen. Nun geht es hinunter zum Furggli, das wir gleich queren, um auf einer gut sichtbaren Spur gegen Süden hin weiter zu wandern. Den Aufstieg auf den zum Grappenhorn hin führenden Rücken nehmen wir vielleicht etwas zu früh, denn die von uns gewählte Route ist fürchterlich steil und rutschig. Mit meinem Vierpfotenantrieb eigentlich kein Problem, muss Paul schon arg aufpassen, um nicht abzurutschen. Auf dem Rücken läuft es sich dann wieder leicht und trocken, allerdings hart am Abgrund. Wir haben uns ja schon mal auf dem Grappenhorn gewähnt, dann aber zu Hause beim Kartenstudium feststellen müssen, dass wir es damals nur bis auf einem Vorgipfel geschafft haben. Das eigentlichen Grappenhorn ist zwar 3 Meter weniger hoch, liegt aber etwas weiter gegen Osten zu. Diesmal versuchen wir diesen Nagelfluhaufbau zu besteigen. Eine unscheinbare Wegspur führt uns auch gut hinauf. Allerdings ist dieser Gipfelaufstieg schon brutal steil und zwischendurch auch recht ausgesetzt. Oben machen wir keine lange Pause, denn das Gipfelkreuz steht sehr ausgesetzt am Abgrund. Mit der nötigen Sorgfalt kommen wir unbeschadet wieder hinunter und folgen nun mehr oder weniger der Aufstiegsroute zurück zum Furggli.. Ab hier steigen wir via Hinderwängi zurück nach Mittlerwängi. Eine teilweise anspruchsvolle Tour auf häufig feuchtem Untergrund, vor allem für Paul war's eine Herausforderung.

Donnerstag, 22. September 2022

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